
Lexikon
Habituelle Interkuspidation
Die vom Patienten gewohnheitsmäßig eingenommene, räumliche Beziehung zwischen Unterkiefer und Oberkiefer, welche durch die Okklusalflächen vermittelt wird. Zusammenschluss der Oberkiefer- mit den Unterkieferzähnen im maximalen Vielpunktkontakt.
Immediate side shift
Unmittelbar einsetzende Bennett-Bewegung. Der UK wird seitlich versetzt, bevor der Nichtarbeitskondylus nach vorne gezogen wird.
Instrumentelle Funktionsanalyse
Aufschluß über die okklusalen Beziehungen im stomatognathen System gewinnt man durch eine Okklusionssimulation mit Modellen in einem individuellen Artikulator. Dabei sollen folgende Kontaktbeziehungen der Zahnreihen kopiert und untersucht werden.
Interdentalraum
Raum, der von zwei benachbarten und auf Kontakt stehenden Zähnen begrenzt wird. Man unterscheidet den zervikalen und okklusalen Interdentalraum.
Interferenz, okklusale
Okklusaler Vorkontakt, der eine glatte, störungsfreie zahngeführte Unterkieferbewegung hemmt oder verhindert.
Interkondylarachse
Eine gedachte Achse, die sich von der Gelenkkopfmitte der einen Kieferseite bis zur gleichen Stelle der anderen zieht.
Intermaxiliäre Distanz
Eine vertikale, bei maximaler Interkuspidation gemessene Strecke, die im Bereich der Stützzone anzunehmen ist.
Interstitielle Abrasion
Abschliff der approximalen Berührungsflächen der Zähne durch starke Beanspruchung des Gebisses. Die mesiale Kronenseite wird dabei konkav, die distale konvex abradiert.
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Wir stehen nicht nur für eine hochwertige Zahnbehandlung und eine optimale Prophylaxe. Wir möchten unsere Patienten auch informieren.
Der Ausdruck Parodontitis entstammt dem Altgriechischen und bedeutet soviel wie "neben dem Zahn". Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung, die sich bis zu einer weitgehend irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates auswirkt.
Parodontitis -Therapie
Bei der Parodontitis-Therapie geht es zunächst darum, den Entzündungszustand des Zahnfleischs und des Zahnhalteapparats zu beseitigen und Plaque und Zahnstein sowie entzündungsfördernde Faktoren zu beseitigen. Die Parodontitis-Behandlung verläuft in der Regel in verschiedenen Phasen mit unterschiedlichen Maßnahmen.
In der ersten Phase wird zunächst Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung bestimmt. Klinisch beurteilt man den Gesamtzustand des Gebisses, die Zahnlockerung, die Tiefe der Taschen, den Zahnfleischrückgang und die Mundhygiene des Patienten. Außerdem wird durch Röntgenaufnahmen der Knochenverlauf festgestellt.
Danach werden in der sogenannten Hygienephase alle oberhalb des Zahnfleischrands gelegenen harten und weichen Beläge entfernt. Dies geschieht durch eine professionelle Zahnreinigung (PZR), die von dafür extra geschultem Fachpersonal durchgeführt wird. Außerdem müssen in dieser zweiten Phase bei Bedarf Füllungen oder Wurzelfüllungen gelegt oder erneuert und nicht erhaltungswürdige Zähne gezogen werden. Dadurch werden weitere Bakterienherde in der Mundhöhle eliminiert. Allein durch diese Hygienemaßnahmen kann übrigens bei vielen Patienten schon eine merkliche Besserung erreicht werden.
Bei Bedarf wird dann mit einer geschlossenen Behandlungsphase begonnen, die auch geschlossene Kürettage genannt wird. Hier erfolgt die Belagentfernung und Reinigung mit Küretten. Das sind speziell geformte Handinstrumente. Außerdem kommen mit schall- und ultraschallbetriebene Geräte oder selten auch bestimmte Laser zum Einsatz. Nach zwei bis drei Wochen Heilungszeit wird das Ergebnis dieser Behandlung kontrolliert, indem erneut die Sondierungstiefen gemessen und wenn nötig die Maßnahmen an einzelnen Stellen wiederholt werden.
Bei Parodontitis mit sehr tiefen Zahnfleischtaschen von über sechs Millimeter Tiefe, die durch die bisherigen Hygienemaßnahmen und die geschlossene Behandlung nicht ausreichend zurückgegangen sind, kann es notwendig sein, in die offene Behandlungsphase überzugehen. Dabei werden die Bereiche chirurgisch eröffnet, damit die Maßnahmen der geschlossenen Behandlung unter Sicht wiederholt werden können.
Unter bestimmten Voraussetzungen, also einer aggressiven, schnell verlaufenden Form der Parodontitis, ist es sinnvoll, die Behandlung durch die Anwendung von Antibiotika zu ergänzen. Es ist jedoch sinnlos, die Infektion mit Antibiotika zu therapieren, ohne die Zähne vorher zu reinigen. Die Bakterien sind innerhalb der Plaque vor der Einwirkung des antibiotischen Medikaments fast vollkommen geschützt. Erst durch die Zerstörung der Plaque werden die Bakterien für die Antibiotika zugänglich.
Parodontitis Prognose
Rechtzeitig und richtig behandelt kann einer Parodontitis fast immer Einhalt geboten werden, allerdings ist diese Behandlung zum Teil sehr langwierig und immer stark von der Mitarbeit des Patienten abhängig. Da die Parodontitis ein Ausdruck eines erfolgreichen bakteriellen Angriffs gegen die einst intakte Grenze Zahn-Zahnfleisch ist, muss sich jeder Betroffene im Klaren sein, dass selbst nach erfolgreicher Beseitigung dieser Entzündung die Gefahr des Rückfalls immer besteht. Darum ist auch nach Beendigung der eigentlichen Therapie eine regelmäßige Nachsorge nötig, um ein erneutes Aufkommen der Entzündung möglichst früh entgegenzuwirken.
Unbehandelt führt die Parodontitis fast immer zu Zahnverlust und daraus folgend zu ästhetischen und funktionellen Beeinträchtigungen. Außerdem ist Parodontitis ein Risikofaktor für allgemeinmedizinische Erkrankungen. So gilt ein Zusammenhang zwischen parodontalen Erkrankungen und erhöhtem Risiko für das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt), Diabetes mellitus und Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises als wissenschaftlich gesichert.
Unsere Praxis steht für modernste Zahnbehandlungen und bestmögliche Qualität. Wo andere nur Karies und Parodontitis behandeln, kümmern wir uns um ästhetische Zahnkorrekturen, nicht sichtbare Zahnrestaurationen und mikroskopische Wurzelbehandlungen. Kein Wunder daher, dass viele unserer Patienten auch eine weitere Anfahrt in Kauf nehmen und zum Beispiel aus dem benachbarten Stadtteil Hohenfelde kommen. Hohenfelde ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Hamburg-Nord an der Außenalster zwischen St. Georg und Uhlenhorst.
"Das sogenannte Hohe Feld war ein Gebiet vor den Toren der Stadt, das ab 1679 als Glacis, also als freies Schussfeld vor der Stadtbefestigung, diente und nicht bebaut werden durfte. Bis zur Aufschüttung des Mundsburger Damms in Uhlenhorst befand sich an der Kuhmühle die einzige Brücke über die Eilbek, über die man vom Lübecker Tor die Dörfer Barmbek und Winterhude erreichen konnte. Die Hauptstraße von Hohenfelde war der Mühlendamm." (Quelle: Wikipedia)